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Die erste Wigomat

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1954 ließ Gottlob Widmann die erste "selbsttätige Filterkaffee- Maschine" patentieren, daher geht auch der Name ("Wi-Go-mat") auf ihn zurück. Wie die Nutzer mit dem neuartigen Gerät umgehen würden, konnte nur spekuliert werden. So dachte man, die Maschine würde an den Tisch getragen werden, und versah frühe Gerät mit einem extrem langem Kabel. Damit das Gerät nicht in Betrieb ist, während es getragen wird oder gar dabei umkippt, wurde es aus Sicherheitsgründen mit einem Schwerkraftschalter versehen. Nur wenn die Maschine ruhig und eben steht, kann sie in Betrieb sein. Der drehbare Kopf war dafür gedacht, dass die Heißwasserzubereitung auch separat genutz werden konnte. Das Gerät ist auf einem alten Foto mit dem Arm über einem Cocktail-Shaker (!) zu sehen. Auf Kundenwunsch wurden Geräte für den Export zusätzlich mit einem An/Aus-Schalter versehen.

Bis heute trägt der passende Melitta-Filter die "Nr.1". Der Kaffeelieferant DouweEgberts übernahm ab 1963 den Vertrieb für Benelux und Frankreich; Kaufhäuser in den USA empfahlen die Maschine für die Hochzeitsliste.

Die erste Wigomat ist heute als Meilenstein der Technikgeschichte beispielsweise im Technoseum ausgestellt und ein hochpreisiges Sammlerstück, wenngleich wir finden, dass dieser für die Vitrine zu schade ist.  Wenn Sie ein Exemplar besitzen, benutzen Sie es. Wigomaten sind langlebig!